Über Verhaltenstherapie
Bezieungsgestaltung in der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)
Die therapuetische Beziehung zwischen Patient und Therapeut spielt in anderen Therapieformen (z. B. Psychoanalyse) eine überragende Rolle. Aber auch in der KVT gilt sie als notwendiger Faktor für eine erfolgreiche Psychotherapie.
In der KVT bedeutet eine gute therapeutische Beziehung auch, dass die Motivation zur Annäherung an die Schwierigkeiten des Patienten (Annäherung-Meiden-Konflikt nach Dollard und Miller (1959)) erhöht wird. Der Patient nähert sich bei genug Vertrauen den bisher vermiedenen Themen an. Als Therapeut gilt es, die Annäherung ausreichend lange aufrecht zu erhalten, um eine Habituation, Löschung oder Gegenkonditionierung zu erreichen.
Zur Optimierung der therapeutischen Beziehung und somit zur Steigerung des therapeutischen Erfolgs werden folgende Regeln möglichst eingehalten
- In der therapeutischen Situation herrscht zunächst das Prinzip des angstfreien Raumes, somit der Angstreduktion und Habituation. Man kann nun angstfrei über "Tabu-Themen" reden.
- Gesundheitsförderliche Verhaltensweise, wie z. B. über Gefühle reden etc., werden vom Therapeuten verstärkt.
- Es findet Modelllernen am Therapeuten statt.