Über Psychotherapie
Prävalenz psychischer Störungen und die Versorgung
Die Gesamt-Punktprävalenz psychischer Störungen wird zwischen ca 1% bis 5% der Bevölkerung in der Bundesrepublik eingeschätzt, die 1-Jahres-Prävalenz liegt bei ca. 30%, Das Lebenszeitrisiko beträgt 44%.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schätzt, dass 1,89% aller gesetzlich Krankenversicherter psychotherapeutisch behandlungsbedürftig und -willig sind. Es wird ein realer Behandlungsbedarf von 0,6% der Versicherten angenommen. Dies entspricht einer Zahl von 480.000 Patienten. Von 480.000 behandlungsbedürftigen Patienten werden gegenwärtig 46% versorgt.
Diese Daten orientieren sich v. a. an folgende Quellen:
Löcherbach, P, Henrich, T., Kemmer,
H. et al. (1999) Entwicklung von Indikatoren
zur Bedarfsermittlung und
Angebotsplanung in der ambulanten
Psychotherapie. Ergebnisse einer Studie
des Zentralinstituts für die kassenärztliche
Versorgung. Verhaltenstherapie
und Psychosoziale Praxis, 31,
615–643.
Wittchen , H.-U. & F. Jacobi (2001). Die Versorgungssituation psychischer Störungen in Deutschland . Eine klinisch-epidemiologische Abschätzung anhand des Bundes-Gesundheitssurveys 1998. In : Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 44, 2001. oder Psychotherapeutenjournal 2002, Heft 0, 6-15