Psychische Gesundheit Psychische Störungen, Psychotherapie und Verhaltenstherapie

Methoden und Techniken

Selbstmanagement

 

Selbstmanagement bezeichnet ein strategisches Vorgehen, bei dem es darum geht, das eigene Verhal-4fe ten durch den Einsatz systematischer Strategien zu steuern und zu verändern. Eine besondere Rolle kommt hierbei der Selbstregulation und Selbstkontrolle zu, deren Einfluß im Verhältnis zu anderen Einflußgrößen erhöht werden soll. Hierbei müssen oft Barrieren überwunden werden. Das können veränderungsträge Routinen oder auch Konfliktkonstellationen zwischen kurz- und langfristigen Konsequenzen sein („der innere Schweinehund"). Selbstmanagement im therapeutischen Sinne bezieht sich vor allem auf die Methode, eigenes Verhalten zu steuern.

Ziel der Selbstmanagement-Therapie ist, den einzelnen dabei zu unterstützen, die Selbsteffizienz durch Selbstregulation und Selbstkontrolle zu erhöhen. Es geht hierbei darum, meist hochautomatisiertes ineffizientes Verhalten durch effizientes zu ersetzen. Hierzu müssen die zugrundeliegenden ungünstigen automatisierten Prozesse identifiziert und unterbrochen werden, um dann neue, sinnvollere aufzubauen und diese ihrerseits zu automatisieren.

„Die Therapie des Selbstmanagement geht davon aus, daß der Patient im Laufe des therapeutischen Prozesses effektive Fähigkeiten zur Selbstregulation und Selbstkontrolle entwickeln kann. Diese Fähigkeiten helfen ihm, seine eigenen, realistischen Ziele zu erreichen (Kanfer, 1991, S. 36)".

Quelle: Kanfer, F.H., Reinecker, H. & Schmelzer, D. 1991. Selbstmanagement - Therapie. Ein Lehrbuch für die klinische Praxis. Berlin: Springer.

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