Psychische Gesundheit Psychische Störungen, Psychotherapie und Verhaltenstherapie

Methoden und Techniken

Selbstregulation

 

Den theoretischen Hintergrund der therapeutischen Selbstmanagementansätze bildet das Modell der Selbstregulation von Kanter. Demnach findet bei der Steuerung menschlichen Verhaltens im Organismus (O-Variable) eine Selbstregulation statt. Der Mensch reagiert also nicht mehr nur auf Außenreize, er bildet sie innerlich ab, antizipiert sie, reguliert sein Verhalten zielgerichtet in Relation zu diesen.

 

 

 

 

 

 

 

Selbstregulation ist das komplexe und dynamische Zusammenwirken einzelner Variablen zur Steuerung des eigenen Verhaltens. Selbstregulation betont insbesondere die Rolle von ß-Variablen im Ablauf des Verhaltens.

Selbstregulation setzt immer dann ein, wenn ein Verhaltensfluß unterbrochen wird, oder wenn durch ein Verhalten entsprechende Ziele nicht zu erreichen sind. Sie beginnt, sobald eine Person eine Diskrepanz zwischen Ist-Zustand und Soll-Zustand wahrgenommen hat.
Ziel dieses Prozesses ist, den Soll-Zustand herzustellen oder sich diesem zumindest anzunähern. In diesem Modell kann Selbstmanagement als dynamisches Problemlösen beschrieben werden.

Selbstregulation verläuft in drei grundlegenden, sich ggf. mehrmals wiederholenden Phasen:
1. Selbstbeobachtung und Selbstregistrieren
2. Selbstbewertung und Vergleich mit Standards
3. Selbstbelohnung und Selbstbestrafung (Selbstkonsequenz)

Quelle: Kanfer, F.H., Reinecker, H. & Schmelzer, D. 1991. Selbstmanagement - Therapie. Ein Lehrbuch für die klinische Praxis. Berlin: Springer.

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