Psychische Gesundheit Psychische Störungen, Psychotherapie und Verhaltenstherapie

Depression und Affektive Störungen

Pharmakotherapie

Die Pharmakotherapie der Depression wird nach Hiller et al. (2003) vor allem durch Trizyklika, SSRI und MAO-Hemmer bestimmt. Die SSRI haben dabei die geringsten Nebenwirkungen. Bei der Gabe des Antidepressivums wird der Arzt nach ca. sechs bis acht Wochen entscheiden, ob das Medikament eine ausreichende Wirkung beim Patienten erzielt. Erstmals depressiv Erkrankte sollten das Antidepressivum ca. sechs Monate einnehmen. Bei rezidivierenden Depressionen oder bipolaren Erkrankungen ist eine lang andauernde, teilweise lebenslange Einnahme der Medikamente notwendig.

Es folgen nähere Angaben zu den einzelnen Antidepressiva (nach http://de.wikipedia.org/wiki/Depression):

Selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) : Wirkung nach 2–3 Wochen. Beispiele: sind Fluoxetin (Fluctin), Sertralin (Zoloft, Gladem), Paroxetin (Seroxat) und Citalopram (Cipramil). Wirkung: Relative selektive Wiederaufnahme-Hemmung von Serotonin an der präsynaptischen Membran, wodurch eine „relative“ Erhöhung des Botenstoffs Serotonin erzielt wird. Serotonin wird bei seiner Erniedrigung in den Stoffwechselvorgängen im Gehirn für die Pathogenese von Depressionen aber auch von Manien und Obsessionen – sprich Zwangshandlungen – verantwortlich gemacht. Daher werden SSRIs auch erfolgreich gegen Zwangs- und Angstzustände eingesetzt bzw. bei Kombinationen mit Depressionen. Häufige Nebenwirkungen sind jedoch sexuelle Dysfunktion und/oder Anorgasmie (reversibel).

Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI = Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitor) Beispiel: (Trevilor®) Wirkung: siehe SSRI

Trizyklische Antidepressiva: Hauptnachteil sind deren Nebenwirkungen (z.B. Mundtrockenheit, Verstopfung, Müdigkeit, Muskelzittern und Blutdruckabfall). Zunächst antriebssteigernd und erst danach stimmungsaufhellend, wodurch es zu einem höheren Suizidrisiko in den ersten Wochen der Einnahme kommen kann. Beispiele: Amitriptylin (Saroten), Clomipramin (Anafranil), Imipramin (Tofranil), Doxepin (Aponal).

Auch eingesetzt werden Monoaminooxidasehemmer (MAO-Hemmer) und Johanniskraut.

Phasenprophylaxe und Augmentation : Bei bipolaren, manischen oder rezidivierenden Erkrankungen werden Lithium und weitere Stimmungsstablisatoren wie Lamotrigin, Carbamazepin und Valproinsäure eingesetzt.

 

Über uns | Kontakt | ©2006 MKGesundheitsberatung