Psychische Gesundheit Psychische Störungen, Psychotherapie und Verhaltenstherapie

Kognitiv-verhaltenstherapeutische Modelle

Theorie der erlernten Hilflosigkeit nach Seligman

 

Nach Seligman lernt und erlebt eine Person „Hilflosigkeit“, wenn subjektiv bedeutsame Ereignisse subjektiv unkontrollierbar erscheinen. In einem solchen Fall wird das eigene Verhalten und dessen Konsequenzen in der Umwelt unabhängig voneinander wahrgenommen. Mein Handeln hat keine Konsequenzen! Dies gilt auch wenn objektiv in einer neuen Situation Kontrolle besteht. Die Erfahrung wird auf neue Situationen generalisiert.

Die Erfahrung der Nichtkontrolle führt zu motivationalen, kognitiven und emotionalen Defiziten wie auch zu physiologischen und vegetativen Veränderungen, die den entsprechenden Veränderungen bei Depressionen ähnlich sind.

Die Ursachenzuschreibung (Kausalattribution) des Ausbleibens von Konsequenzen (persönlich, permanent und generell) führt zu Mißerfolgserwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse und damit zu Verschlechterung / Verfestigung des depressiven Befindens.

Die Theorie der erlernten Hilflosigkeit wird kontrovers diskutiert.

Beispiele können sein: Wiederholtes Versagen, Gefängnis, Krieg, Behinderung, Hungersnot und Dürre, Gefangenschaft in Konzentrationslagern oder lange Aufenthalte in Psychiatrie oder Pflegeheim ebenso erfolglose Bewältigungsversuche bei Lebensproblemen, wie z. B. Schulden, Partnerschaftskonflikten, Trennungen und Arbeitsplatzverlust (trotz Anstrengungen diesen zu verhindern).
Über uns | Kontakt | ©2006 MKGesundheitsberatung