Somatoforme Störungen
Somatoforme Störungen - Ätiologie
Biologische Faktoren: Die Entwicklung einer somatoformen Störung scheint genetisch zu ca. 30 Prozent determiniert sein. Bei Betroffenen liegt ein veränderter Serotonin-Haushalt sowie ein veränderter Cortisol-Haushalt vor.
Psychologische Merkmale: Patienten haben meist einen sehr engen Gesundheitsbegriff. Es liegen häufig Katastrophegedanken und Interpretationen von eigenen Körperempfindungen vor. Es besteht meist ein "negativer Teufelskreis" Syptomwahrnehmung und Bewertung.
Patienten nehmen häufig das Gesundheitswesen in Anspruch, zeigen ein hohes Vermeidungshaltu, treten einen sozialen Rückzug an, zeigen hohes Rückversicherungsverhalten und zeigen auch ein hohes "Checking behaviour".(der Körper wird selbst untersucht).
Bedingungsanalytisch lässt sich wiederholt beobachten, dass solche Patienten schwere Bedingungen in der Kindheit hatten, dass Verlusterlebnisse in der Familien vorliegen sowie weitere belastende Ereignisse wie Missbrauch oder andere Traumatisierungen, oft wurde auch eine Krankheit in der Familie beobachtet (Modellfunktion).