Psychische Krankheiten Psychische Störungen, Psychotherapie und Verhaltenstherapie

Psychotherapie Ausbildung

Psychotherapie Ausbildung

 

Um die Ausbildung zum Psychotherapeuten durchführen zu können, ist ein Universitätsabschluss im medizinischen Bereich eine wichtige Voraussetzung. Der Beruf des Psychotherapeuten bedarf einer fundierten medizinischen Fachkenntnis, da vor allem dann, wenn der Beruf in der Klinik ausgeübt wird, auch pharmakologische Kenntnisse notwendig sind. Die Zusatzausbildung zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten hat kein medizinisches, sondern ein pädagogisches Studium zur Zugangsvoraussetzung.

Berechtigt zur Ausbildung sind Universitäten und entsprechend anerkannte Fachschulen für Psychotherapie. Wie die Ausbildung aufgebaut ist, ihre theoretischen und praktischen Inhalte und welche Voraussetzung für eine Approbation gegeben sein müssen, wird in der Ausbildungsverordnung des Psychotherapeutengesetzes genau geregelt. Trotzdem gibt es inzwischen Fernschulen, die eine Weiterbildung zum Psychotherapeuten anbieten. Hierfür sind ein mittlerer Bildungsabschluss sowie ein Mindestalter von 23 Jahren erforderlich. Dieser Unterschied ist zulässig, denn auch Heilpraktiker können sich zum Psychotherapeuten ausbilden lassen.

Der Unterschied dieser beiden Ausbildungswege zeigt sich später in der praktischen Arbeit. Ein Heilpraktiker, der diese Zusatzausbildung durchlaufen hat, hat eingeschränkte Behandlungskompetenzen und kann nicht promovieren. Ein Psychotherapeut mit Promotion erhält eine Kassenzulassung und kann in allen anerkannten psychologischen Therapien behandeln. Dies vor allem deshalb, da die Ausbildung erheblich intensiver durchgeführt wird. Die Universitätsausbildung wird mit einem Master- oder Bachelorabschluss sowie der möglichen Promotion beendet.

Neben dem ausführlichen Wissen um psychische Krankheiten und den entsprechenden Therapieformen muss ein Psychotherapeut in der Lage sein, mögliche organische Ursachen, die oft denen einer psychischen Krankheit ähneln auszuschließen. Auch muss er durch praktische Selbsterfahrung wissen, was bestimmte Therapieformen beim Patienten bewirken. Aus diesem Grund führen Studenten der Psychotherapie viele Therapien selbst an sich durch, natürlich Überwacht. Auf diese Weise lernen sie nicht nur den korrekten Umgang mit den einzelnen Therapien sondern können sich auch gleichzeitig darüber informieren, welche Resultate sich mit den einzelnen Therapien erzielen lassen.

Die theoretischen Kenntnisse müssen praktisch erprobt werden. Aus diesem Grund sollte ein Psychotherapeut so viel praktische Erfahrung wie möglich sammeln. Während des Studiums gehört eine praktische Ausbildung in der Klinik sowie in der ambulanten Behandlung dazu. In insgesamt 1.500 Stunden, die bei vielen Studenten abgeleistet werden, erlernen die angehenden Psychotherapeuten hier die Erstellung von Anamnese und Diagnose am Patienten, erarbeiten eigenständig Therapievorschläge und führen diese unter Anleitung durch. Dieser Teil der Ausbildung fehlt bei einem Fernstudium für Heilpraktiker. Hier ist es die Angelegenheit des Studienteilnehmers, für eine entsprechende praktische Ausbildung Sorge zu tragen. Ein solches Fernstudium ist berufsbegleitend sinnvoll, um die notwendigen praktischen Erfahrungen zu sammeln. Ein Ergotherapeut kann sich daher sehr gut auf diesem Wege zum Psychotherapeuten ausbilden lassen.

Mehr zum Thema Kleiner Heilpraktiker kann man auch auf der Webseite Heilpraktiker Psychotherapie finden.

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